Hainburg - Aktuell Ausgabe 02/2002
Einige Monate sind seit der letzten Ausgabe ins Land gezogen. Die letzten Monate waren sehr turbulent und die folgenden werden es auch bleiben. Wir wollen in dieser Ausgabe die Ereignisse und Geschehnisse in unserer Stadt auch dokumentieren, daher ist die Aktualität einiger Beiträge nicht immer gegeben. Die Diskussionen rund um den Wasserturm und der Verkauf der Gemeindewohnungen waren die dominierenden Themen. Die durch den Abgang von Bürgermeister i.R. Franz Hirschls bedingten Veränderungen innerhalb der SPÖ- Gemeindefraktion und der Stadtorganisation der SPÖ, bilden einen weiteren Schwerpunkt dieser Ausgabe. Wir hoffen, ihnen wieder Informationen und Wissenswertes aus Politik, Gesellschaft und Vereinsleben, bieten zu können. Viel Spaß beim Lesen.
Ihr Redaktionsteam von Hainburg Aktuell
Goldener Ehrenring für Bürgermeister i. R. Franz Hirschl
Aufgrund seiner Verdienste für die Stadtgemeinde Hainburg und auf Basis eines einstimmigen Gemeinderatsbeschlusses wurde Bürgermeister i.R. Franz Hirschl die höchste Auszeichnung der Stadtgemeinde Hainburg zuteil.
In Anwesenheit hochrangiger LandespolitikerInnen, Bgm. der Umlandgemeinden, vielen Wegbegleitern, Vereinsvertretern und Freunden, wurde am 2. Mai im Haydnsaal dieser Festakt begangen. Mag. Konrad Uhlik, Langzeitassistent des ehemaligen Bürgermeisters, hob in seiner Laudatio den Menschen Franz Hirschl hervor. Burgspielleiterin Erna Frank, dankte, stellvertretend für die vielen Vereine, in sehr emotionalen und herzlichen Worten für die jahrelange Unterstützung und das immer offene Herz für die Hainburgerinnen und Hainburger.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Gruppe NOVA BRASS, rund um Musikschuldirektor Erwin Knopper. Die allgemeinen Gratulationen wurden von Dixieland-Musik begleitet, welche Franz Hirschl immer schon ganz besonders liebt, dargebracht von Lehrern der Hainburger Musikschule.
Für das hervorragende Büfett sorgten Reinhard Girardi und Eduard Schmischek mit ihrem Team aus der Krankenhausküche.
Nationalparkzentrum – QUO VADIS?
Nach wochenlangen Auseinandersetzungen rund um das Nationalpark -Informationszentrum beim Wasserturm und des medialen Dauerfeuers des beliebtesten Kleinformats Österreichs, der KRONEN-ZEITUNG, verfügten der Nationalparkdirektor und seine Gesellschaftsorgane einen Baustopp für das geplante Projekt von COOP-Himmelb(l)au.
Über Ästhetik und Geschmack lässt sich bekanntlich unendlich streiten und Kompromisse sind überaus schwer zu finden. Entweder schmeckt das Gulasch oder es schmeckt nicht....und damit basta!
Doch machen wir es uns hier nicht ein wenig zu leicht mit dem Gefallen und dem Nichtgefallen? Insbesondere, da vielleicht das Nationalpark-informationszentrum jetzt doch nicht mehr in Hainburg errichtet werden soll? Eine Planungsstudie für den Standort Eckartsau ist dieser Tage bei der Stadtgemeinde eingelangt.
Standortüberlegungen der Wasserturminitiative, wie z.B. das Stromaufsichtsgebäude, wo die Stadtgemeinde nicht Grundeigentümer ist, entbehren einer gewissen realistischen Sicht der Dinge. Darüber hinaus ist das Gebäude bewohnt! Der Beitrag der Stadtgemeinde für das Projekt Wasserturm war immer die kostenlose Überlassung eines geeigneten Grundstückes.
Der Spelitzpark (im Eigentum der Stadtgemeinde) als Standort läuft der Projektidee historische Baukunst-werke mit neuer Architektur zu verbinden zuwider. Notwendige Baumschlägerungen würden wieder andere Hainburgerinnen und Hainburger auf den Plan rufen. Ein neuer Akzent soll geschaffen werden, Spannung soll entstehen, ein Null-Acht-Fünfzehn Gebäude kann diese Anforderungen sicherlich nicht erfüllen.
Alle Überlegungen führen immer wieder zum alten Standort zurück. Doch hier fühlen sich die „Fundamentalisten“ der Gegner unverrückbar, kompromisslos, bewahrend in ihrem Stadtpunkt bestätigt. Hoffentlich nicht aus dem einzigen Beweggrund eine mittelalterliche „Feuerstelle“ der Kreuzfahrer erhalten zu wollen. Für die Entwicklung der Idee „Weltkulturerbe“ wird dies wohl ein bisschen zu wenig sein.
Dagegen sein alleine auch nicht!
Vor 1 ½ Jahren ist Mag. Scholz mit seinem Entwicklungskonzept für „Die Mittelalterstadt Hainburg“ angetreten, Bewußtsein für die kulturellen Schätze Hainburgs zu schaffen. Seiner schriftlich dargelegten Projektidee stellte er eine Textpassage aus einer historischen Urkunde voraus. Schwere Zeiten für Hainburg werden in diesem Schriftstück beschrieben, aber auch wie die Hainburger Bevölkerung diese Situation meisterte. „IN EINS ZUSAMMEN“ steht dort geschrieben.
Heute 1 ½ Jahre später ist unsere Stadt geteilt in Gegner und Befürworter des Projekts. Diese Kluft geht quer durch die Bevölkerung, die Parteien, die Vereine..........und quer durch die Familien.
Etwas wenig für eine ursprünglich inspirierende, Hoffnung machende Idee. Quo Vadis – Herr Magister?
Hoffnung ist der wichtigste Motor bei Veränderungen, sie ist die Triebfeder alles Neuen. Sie ist mehr gefragt denn je. Eine Gruppe junger Hainburgerinnen und Hainburger hat die Hoffnung, dass doch noch das geplante Projekt verwirklicht wird, noch nicht aufgegeben. Einerseits weil die behördlichen Verfahren abgeschlossen sind und von vielen Hainburgerinnen und Hainburgern auch auf diese vertraut wurde. Einige hoffen auf einen Kompromiss, fast alle hoffen, dass der Standort Hainburg nicht verlustig gerät. Die Kronenzeitung hofft auf weitere Auseinandersetzungen, denn nur das ist interessant und erhöht die Verkaufszahlen. Ganz wenige mediengeile SelbstdarstellerInnen hoffen auf weitere Medienauftritte und öffentliche Plattformen.
Ich hoffe, dass wir uns von allen externen Einsagern und Manipulatoren distanzieren und gemeinsam unsere Positionen hinterfragen. Das Gemeinsame vor das Trennende, das Persönliche zu stellen.
Welche dieser unterschiedlichen Hoffnungen werden Realität, wenn das Zentrum nicht in Hainburg errichtet wird? KEINE!
Jede/Jeder, ob kommunalpolitisch tätig, Gegner, Befürworter wird seine persönliche Verantwortung zu tragen haben und wird zukünftig auch am Umgang mit dieser Verantwortung gemessen werden.
Wir von der SPÖ-Hainburg sind sich unserer Verantwortung und Position bewusst. Weil wir uns als führende kommunalpolitische Kraft an demokratische Beschlüsse zu halten haben. Das, solange bis eventuell andere Entscheidungen zu treffen sind. Doch davon ist derzeit weit und breit nichts zu erkennen.
Wir werden in dieser Frage sicherlich nicht tatenlos zusehen, wie das Nationalparkinformationszentrum in einer anderen Nationalparkgemeinde freundliche Aufnahme findet. Schließlich war Hainburg die erste Gemeinde, die ihre Grundflächen in den Nationalpark einbrachte und somit sein entstehen wesentlich beeinflußte.
Nützen wir die Gelegenheit die Emotionen abkühlen zu lassen und mit neu geordneten Gedanken einen Neuanfang zu suchen.
Das wird uns, und vor allem Hainburg guttun.
Einen schönen, doch hoffentlich aktiven Sommer
Ihr
Thomas Häringer
Vorsitzender der SPÖ-Stadtorganisation
Kaiserwetter und gute Laune beim Maispaziergang der Kinderfreunde
Die Kinderfreunde Hainburg veranstalteten am 1. Mai ihren alljährlichen Maispaziergang.
Bei schönstem Wetter und in guter Stimmung wanderten zahlreiche Familien vom Hauptplatz über die Donaulände zum Jägerhaus. Nach der gemütlichen Wanderung stärkten sich Groß und Klein mit Spezialitäten vom Grill. Anschließend erforschten die begeisterten Kinder die Umgebung und spielten in der mitgebrachten Zeltstadt, während die „älteren Semester“ die laue Frühlingsluft genießen konnten. Bei Kaffee und Kuchen fand ein wunderschöner Frühlingstag einen entspannten Ausklang.
Im Frühjahr kam es nach längerer Pause wieder zu einem schweren Hochwasser. Die SPÖ Hainburg bedankt sich recht herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Hainburg, allen anderen Einsatzkräften und freiwilligen Helfern und Helferinnen für ihren selbstlosen Einsatz bei der Bekämpfung des Hochwassers und der raschen Beseitigung der Folgeschäden.
Eine gelungene Veranstaltung war der heuer erstmals am Silvester durchgeführte SPÖ-Ball. Saal-gastronom Paul Reindl erfreute die Besucher mit einem exquisiten Büfett. Zur Jahreswende wurde auf der Vorschüttung unterhalb des AK-Saales ein Großfeuerwerk gezündet. Leopold Edlinger, Michael Mulser und Wilhelm Kohlberger sorgten für diesen „Augenschmaus“. Amand Senz mit seinem Team, Gerhard Piesel, Otto Zöcklein, Gemeinderat Franz Ollinger und deren Partnerinnen gestalteten in bewährter Manier die wunderbare Saaldekoration. Bei Musik der „Sun Flowers“ fand der Ball frühmorgens einen beschwingten Ausklang.
Am 25. Jänner 2002 wurde ich einstimmig zum neuen Obmann des Hauptschulausschusses gewählt. Die Wahl war notwendig, da der langjährige Obmann, Bürgermeister Raimund Holcik mit Jahresende 2001 zurücktrat.
Der Ausschuss der Hauptschulgemeinde Hainburg/D. besteht aus Vertretern aller Gemeinden die zur Schulgemeinde gehören (Gemeinden, deren Schüler die Hauptschulen Hainburg/D. besuchen), sowie den beiden Direktoren, der Obfrau des Elternvereines, dem Stadtpfarrer und dem Schularzt.
Er beschäftigt sich mit allen für die Schulerhaltung notwendigen Aufgaben, wie laufende Kosten und Maßnahmen zur Sanierung der Gebäude und Erhaltung der Schuleinrichtungen.
Trotz der in der Vergangenheit erfolgten großen Bauvorhaben habe ich den Hauptschulausschuss in einem finanziell sehr guten Zustand übernommen. So ergibt der Rechnungsabschluss für das Jahr 2001 einen Überschuss. Dadurch können die für 2002 geplanten Baumaßnahmen ohne Aufnahme von Fremdmitteln durchgeführt werden. Wir werden in den Sommerferien des Jahres 2002 die Schulküche und den Physik/Chemiesaal einer kompletten Renovierung unterziehen. Die geschätzten Kosten für diese Bauvorhaben betragen Euro 270.000, -- (ca. ATS 3,7 Millionen).
Ich möchte mich bei meinem Vorgänger, Bürgermeister Holcik, für die hervorragende Arbeit und den großen Einsatz der letzten Jahre bedanken. Die anderen Mitglieder des Hauptschul-ausschusses möchte ich aufrufen, die gute und unparteiische Zusammenarbeit der letzten Jahre fortzuführen. Ich denke, dies ist der richtige Weg, um unseren Kindern eine schöne und moderne Schule zur Verfügung zu stellen.
GR Ing. Roland Zöcklein
Erster Teilerfolg – EUR 900.000,-- an Bedarfszuweisungen bewilligt
GR Josef Grubmüllers Attacken gegen seinen „ach so unfähigen“ Nachfolger Finanzstadtrat Thomas Häringer und Neo-Bürgermeister Raimund Holcik gehen ins Leere.
Dieser Tage wurden der Stadtgemeinde Hainburg seitens der NÖ-Landesregierung EUR 900.000,-- an Bedarfszuweisungen zur Haushaltsbedeckung zuerkannt (siehe Faksimile). Gemeindereferent LR Friedrich Knotzer (SPÖ) machte diese Zuweisung möglich. Wofür wir ihm herzlich danken wollen!
Somit können die Haushaltsabgänge der Jahre 2000 und 2001 (insgesamt ATS 5,7 Mio.) bedeckt und abgeschlossen werden. Der verbleibende Betrag ist wichtig für die laufende Gebarung. Selbstverständlich müssen wir weiter bei den entsprechenden Stellen vorstellig sein, da der unbedeckte Abgang für das Jahr 2002 immer noch sehr hoch bleibt.
Wir hoffen bei den Sanierungsgesprächen im Herbst ebenso erfolgreich zu sein. Wir nehmen unsere Verantwortung war. Nutznießer ist nicht die SPÖ, sondern einzig und allein Hainburg.
Volkshilfe NÖ – Ortsgruppe Hainburg/D.
Auch heuer wieder: Aktion „Sorgenfrei“
Vom 22. Juli bis 23. August 2002 führt die Volkshilfe Hainburg, heuer bereits zum 16 mal, die Ferienbetreuung von Kindern berufstätiger Eltern durch. Die Stadtgemeinde stellt dafür wieder die Horträumlichkeiten auf der Landstraße zur Verfügung.
Die Volkshilfe ist immer bemüht ein Ferienprogramm für diese Kinder anzubieten, wo nicht nur die Kreativität gefördert oder Sport geboten werden, sondern auch der Förderunterricht einen großen Stellenwert hat.
So finden Mal- und Bastelbewerbe statt, werden heimische Betriebe, Gemeinde, Feuerwehr und Rotes Kreuz besucht, aber auch bei geeignetem Wetter die Spiele im Freien nicht vergessen. Dafür garantieren geeignete Mitarbeiter, heuer unter der Führung von Frau Berta Ritter und Ines Hadner.
Die Bezahlung richtet sich nach den Sätzen, die im „Normalbetrieb“ im Hort gelten. Die Betreuung ist von 6 Uhr Früh bis 16 Uhr Nachmittag, am Freitag bis 15 Uhr.
Da die Ortsgruppe vom Zuschuss des Landes NÖ abhängig ist, müssen die anfallenden Kosten sehr genau kalkuliert werden, sodass bei der Anmeldung eine Kaution in Höhe einer Betreuungswoche kassiert werden muss. Nimmt das Kind die Betreuung dann auch in Anspruch, wird diese Kaution darauf angerechnet. Dies muss deshalb so strikte eingehalten werden, weil die Ortsgruppe das Personal aufgrund der vorliegenden Anmeldungen aufnimmt und diese Kosten den größten Teil der Belastungen bei dieser Aktion darstellen. Wir ersuchen daher die Eltern dies bei der Anmeldung in Betracht zu ziehen. Vorsorgliche Anmeldungen könnten teuer werden, weil wir dann die Kaution einbehalten müssten.
Wir hoffen aber trotzdem, dass wir mit diesem Angebot den berufstätigen Eltern in Hainburg die Unterstützung geben können, die sie brauchen. Auch die Volkshilfe vertritt die Auffassung, dass der wohlverdiente Urlaub der ganzen Familie gehört und nicht nur ausschließlich zur Betreuung der Kinder. In diesem Sinne freuen wir uns, auch ihr Kind bei unserer Aktion eine schöne Ferienzeit bieten zu können.
Eine gesicherte Zukunft für unsere Gemeindewohnungen
Liebe Hainburgerinnen und Hainburger!
Die unendliche Geschichte betreffend unsere Gemeinde-wohnungen hat nun durch einen mehrheitlichen Beschluss in der letzten Gemeinderatssitzung vom 25. April 2002 ein glückliches Ende gefunden. Die Mehrheit der Gemeindemandatare hat sich für den Verkauf der Gemeindewohnungen an die Bau- und Siedlungs-genossenschaft Neunkirchen ausge-sprochen. Es werden alle Wohnhausanlagen der Gemeinde, außer der Landstraße 5, Ungarstraße 3, Wienerstraße 12 und Am Stadtgraben, verkauft. Aufgrund eines auch für uns sehr guten Vorschlages seitens der ÖVP, wird auch der Kinderspielplatz in der Josef Maurer Gasse nicht veräußert. Dieser soll in naher Zukunft neu gestaltet werden.
Seit fast einem Jahr wurde in vielen interfraktionellen Sitzungen versucht, die im Gemeinderat vertretenen Fraktionen zu über-zeugen, dass die finanzielle Situation der Gemeinde eine „sorgenfreie“ Weiterführung der Gemeinde-wohnungen, sei es in der Verwaltung oder bei den bereits anstehenden Sanierungsprojekten, nicht gewährleistet ist. Da uns in erster Linie das Wohl der Mieter und die Wahrung ihrer Rechte am Herzen liegen, musste am Sektor Gemeindewohnungen eine zukunfts-orientierte Entscheidung getroffen werden.
Viele Faktoren haben uns zum Verkauf der Gemeindewohnungen bewogen:
8 Wie bereits erwähnt, sollte die Wohnqualität, sowie die Preis-stabilität für die Mieter auch in Zukunft gewährleistet werden. Dies ist nur durch eine Übernahme eines seriösen Unternehmens, wie es eine Bau- und Siedlungsgenossenschaft ist, möglich. Genossenschaften sind nicht gewinnorientiert, sondern sollen kostengünstigen Wohnraum zur Verfügung stellen, so sieht es das Genossenschaftsgesetz vor.
Die angespannte Budgetsituation erlaubt uns bis 2005 nicht mit Sanierungen zu beginnen, da wir erst ab diesem Zeitpunkt in der Lage wären, die notwendigen Kredite aufzunehmen, wobei da noch die Zustimmung der Aufsichtsbehörde abzuwarten wäre.
Des weiteren wird das Budget bereits von den laufenden Instandhaltungen so sehr in An-spruch genommen, dass wir in absehbarer Zeit gezwungen wären, Wohnungen erst dann zu sanieren, wenn ein entsprechender Nachmieter gefunden ist.
Das bringt uns zum nächsten Argument. Sieht man die große Bautätigkeit von Genossenschaften und Privaten in Hainburg, ist es nur mehr eine Frage der Zeit bis es zu Leerstehungen von Gemeinde-wohnungen kommt. Diese müssen aber auch von der Gemeinde bezahlt werden, und die Gemeinde, liebe MitbürgerInnen, sind wir alle!
Auch die Altersstruktur unserer Mieter, aber vor allem die Größe und das Alter unserer Wohnungen muss in unsere Zukunfts-überlegungen miteinbezogen werden. Die Gemeindewohnungen entstanden zu einer Zeit, wo die Größe und Ausstattung noch nicht den Stellenwert hatten, wie heute.
Bei all den Diskussionen haben wir uns immer wieder mit der sozialen Verantwortung der Kommune konfrontiert. Waren der Wohnungsbau und die zur Verfügungstellung von Wohnraum in der Vergangenheit sicher ein sozialer Auftrag der Gemeinden, so glauben wir, dass dies im zweiten Jahrtausend eine Aufgabe von kompetenten Genossenschaften ist. Die Kommunen können diesen Aufgaben nicht mehr nachkommen, da ihnen Schritt für Schritt Einnahmen gekürzt werden. Wir meinen daher, als verantwortungsbewusste Gemeinde-führung, dass wir zur Absicherung unserer Mieter, aber auch unserer gesamten Bevölkerung, diesen Bereich einem verlässlichen und fachlich unbestritteten Partner überlassen sollen. Damit können wir einen Beitrag zu Budget-konsolidierung, aber auch zur Sicherung der Wohnunqualität, leisten.
Dass der Verkauf der Gemeinde-wohnungen nicht nur zur Sicherung der Wohnqualität für unsere Mieter, sondern auch zur Senkung der Kosten in unserem Gemeindehaushalt beiträgt, ist nur ein positiver Aspekt. Darüber hinaus haben wir vom zuständigen Landesrat die schriftliche Zusicherung, dass der Verkaufserlös nicht zur Abdeckung von „Budgetlöchern“ dient, sondern in Infrastrukturprojekte der Gemeinde einfließen soll. Das heißt, dass damit nicht nur sehr desolate Straßenstücke in Hainburg saniert werden können, auch andere Maßnahmen, wie Spielplätze, Verbesserungen im Bergbad, und vieles andere nun realisiert werden kann. Für Vorschläge von unseren Mitbürgern haben wir bereits jetzt ein offenes Ohr.
Die Genossenschaft hat sich bereit erklärt, am Anfang wöchentliche Sprechtage (ab Juni jeden Dienstag ab 17 Uhr auf der Gemeinde) mit der zuständigen Stadträtin Brigitte Steiner abzuhalten, um alle anstehenden Fragen bis zur vollen Übernahme ab 1. Oktober 2002 zur Zufriedenheit aller beantworten und lösen zu können. Des weiteren räumt sie der Gemeinde bei der Vergabe der Wohnungen ein Mitspracherecht ein, sodass wir in der Lage sind, bei Notfällen helfen zu können. Die Genossenschaft wird auch bereits im Herbst mit den Sanierungsarbeiten in der Burgenlandstraße beginnen. Für die überaus dringende Sanierung der Josef Maurer Gasse wird sie die notwendigen Vorarbeiten, die für die Einreichung um Förderungsmittel beim Land erbracht werden müssen, bereits jetzt anfangen.
Wir glauben, dass wir mit diesem Schritt für alle Hainburgerinnen und Hainburger etwas erreicht haben. Auf der einen Seite ist die Wohnqualität, aber auch die Preissicherung für die betroffenen Mieter gesichert. Auf der anderen Seite können wir Projekte verwirklichen. In diesem Sinne erwarten wir eine rege Zusammenarbeit, damit wir zum Wohle unserer Stadt, aber vor allem unserer BürgerInnen für die Zukunft etwas bewegen können.
STR Brigitta Steiner
Herzlichen Dank!
Als Obfrau des Umweltausschusses möchte ich mich bei allen Helfern und Mitwirkenden bei den Standtagen "Fair Trade" am Hauptplatz und beim Tag der offenen Tür im Wasserwerk recht herzlich bedanken. Ein großes Lob an die Bediensteten des Wasserwerks (Mayer Andreas, Hartl Thomas, Aringer Karl und Sonnleitner Konrad) für ihre unentgeltliche Mitarbeit. Ein Dank auch an die Freiwillige Feuerwehr, für die zur Verfügungstellung des Mannschaftsbusses.
Bei den Standtagen wurde ein Reinerlös in der Höhe von EUR 1.200,00 erzielt, welcher den Biobauern in Amazonien zugute kommt.
Beim Tag der offenen Tür im Wasserwerk wurde zugunsten der Jugendfeuerwehr ein Reinerlös von EUR 500,00 erzielt.
Ein besonderes Dankeschön für die großzügige Spende möchte ich der Firma Karl Gspandl und dem Buschenschank Johann Fabsich aussprechen.
Ich freue mich sehr über diesen Erfolg und hoffe auch in Zukunft auf gute Zusammenarbeit.
Ihr UGR Michaela Edlinger
Halbmarathon
Nach dem Ausfall eines Hauptsponsors auf slowakischer Seite, konnte heuer der Donaumarathon Bratislava -Hainburg – Bratislava nicht in der gewohnten Form durchgeführt werden.
Um jedoch den Termin im jährlichen Laufkalender aufrechtzuerhalten und möglichenfalls eine nächstjährige Ersatzveranstaltung auf die Beine zu stellen, wurde mit dem bisherigen Marathon-Co-Veranstalter, dem NÖ Leichtatlethikverband am 27.4. 2002 ein Halbmarathon in Hainburg ausgerichtet. Diese Veranstaltung war gleichzeitig die niederösterreichische Meisterschaft im Halbmarathon.
Die Läufer absolvierten dreimal einen Rundkurs mit Start und Ziel am Hauptplatz. Der Lauf fand auch regen Zuspruch bei den heimischen Athleten. Die schnellsten Hainburger waren Dieter Stögbauer vor unserem Stadtoptiker Gerald Holkovic und Klaus Hartl. Die Hainburger Damenwertung gewann Margit Malik vor Evi Feichtinger und Elisabeth Grünböck. Die Pokale für die Hainburger Herren wurden vom Antiquitätenhändler Herbert Kaspar und die Pokale für die Damen vom SPÖ-Gemeinderat Sepp Aigner gespendet.
Der Minimarathon fand wieder großen Zuspruch bei den Kindern, wobei die kleinen Läufer einen Rundkurs über Hauptplatz und Klosterplatz laufen mussten. Schnellster war hier Thomas Mraz.
Im Zuge der Veranstaltung wurde Josef „Pepi“ Nussbaumer für seinen im Vorjahr errungenen Welt-meistertitel im „Bankdrücken“ mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt Hainburg ausgezeichnet.
Wir danken den vielen ehrenamtlichen Helfern und hoffen, auch im nächsten Jahr eine Laufveranstaltung in Hainburg verwirklichen zu können.
Goldener Ehrenring für Langzeit-Gemeinderat Engelbert GR Novak
In der Gemeinderatssitzung vom 25.4.2002 wurde auf Initiative von Bürgermeister Raimund Holcik die Verleihung des Goldenen Ehrenringes der Stadtgemeinde Hainburg an der Donau für GR Engelbert Novak vorgeschlagen. Der umtriebige, allseits bekannte, manchmal kritisierte „Bertl“ gehört seit 26.2.1976 – also über 26 Jahre – dem Gemeinderat an. Er hat sich in den Jahren durch seine Kompetenz in Fragen Mietrecht und sein Engagement bei Sozialrechtsfragen einen Ruf als Anwalt des kleinen Mannes erworben. Obwohl kein echter Hainburger, ist er mit den Jahren zu einem solchen geworden und aus unserer Stadt nicht mehr wegzudenken. Diesem Antrag schlossen sich auch alle anderen Fraktionen im Gemeinderat an. Trotz seines Alters – er wurde am 11.Mai 80 Jahre alt – gilt Engelbert Novak als „Enfant Terrible“ des Gemeinderates. Die SPÖ-Hainburg gratuliert recht herzlich und wünscht ihm noch viele schaffensreiche Jahre.
Viktor Adler Medaille für Franz Hirschl
Durch sein Ausscheiden aus dem Bürgermeisteramt trat Franz Hirschl auch als Parteivorsitzender zurück. Bei der Generalversammlung der SPÖ - stadtorganisation am 6. April 2002 wurde Franz Hirschl die größte Auszeichnung der Sozialdemokratischen Partei Österreichs zuteil. Im Beisein von LH-Stv. Heidemarie Onodi, NR Hannes Bauer und zahlreichen anderen Gästen wurde ihm die "Viktor Adler Medaille" verliehen und Franz Hirschl wurde zum Ehrenvorsitzenden der SPÖ-Hainburg gewählt. Im Zuge dieser Versammlung wurde auch der Stadtparteiausschuss neu bestimmt.
Vorsitzender STR Thomas Häringer
Vors.Stv. Bgm. Raimund Holcik
Vors.Stv. Vzbgm. Horst Rusnak
Vors.Stv. STR Hermann Uhlig
Vors.Stv./Schriftf. STR Brigitta Steiner
Kassier Leopold Bauer
Kassier-Stv. GR Gerhard Gruber
Schriftf.-Stv. Isabella Ollinger
Kontrolle GR Rudolf Krutis, Adolf Stöhr, Christian Bauer
BeisitzerInnen GR Josef Aigner, GR Ing. Roland Zöcklein, Mag. Andreas Martinsich, Fritz Scharinger, GR Karl Pelzmann, Ines Hadner, Erika Lugschitz, GR Franz Ollinger, GR Leopold Staritz, GR Elisabeth Strasser, GR Michaela Edlinger, Waltraud Bauer, Günther Toközy, Christine Krutis, Willibald Hahn, Helmut Redl jun., Helmut Redl sen., Christine Kallinka, Gerhard Kallinka
Eröffnung der Haydn-Bibliothek
Am 31.08.2002 wird die in den Räumen Ungarstrasse 5 neugestaltete Haydnbibliothek eröffnet. Das Geschäftslokal diente für einige Zeit der NÖ Sparkasse Hainburg als Ausweichquartier und wurde dafür entsprechend adaptiert. Dank dieser teilweisen Renovierung war es nun möglich geworden, die Räume kostengünstig für die Haydn-Bibliothek neu umzugestalten. Eine Gasheizung wurde von den Mitarbeitern des Wasserwerkes installiert. An dieser Stelle herzlichen Dank an Uwe Pfeiffermann, der kostenlos die Planung dieser Heizanlage durchführte und deren Errichtung überwachte. Alle baulichen Maßnahmen wurden von den Mitarbeitern des Bauhofs durchgeführt, von der Toilettenanlage, den Elektroinstallationen bis zur Verfliesung und den Malerarbeiten. Möglich wurde diese Neugestaltung erst durch die großzügige Unterstützung der Sparkassenstiftung. Die Haydn-Bibliothek soll sich zukünftig zu einem Kommunikations-zentrum entwickeln. Es sollen dort auch das Tourismusinformationsbüro und die Umweltberatung eine neue Bleibe finden. Vorträge der Volkshochschule werden das Angebot abrunden. Ohne der Beharrlichkeit und dem persönlichen Engagement der BibliotheksmitarbeiterInnen wäre dieses Projekt undenkbar gewesen. Sie werden für neues Leben in der Haydn-Bibliothek sorgen. Kulturausschuss-mitglied SPÖ-Gemeinderat Leopold Staritz war von Anfang an Ansprechpartner der Gemeinde. Er koordiniert die unterschiedlichsten Aktivitäten und gab der Projektdurchführung die notwendige Struktur. Herzlichen Dank allen mit der Umgestaltung tätigen Hainburgern und Hainburgerinnen.
Aus dem Gemeinderat
Sitzung vom 25.04.2002
Dringlichkeitsantrag des Bürgermeisters - auf Grund der finanziellen Situation der Stadtgemeinde Hainburg a.d.Donau ist es notwendig, für die Verhandlungen bezüglich der Übernahme der Trägerschaft des Allg. öffentl. Krankenhauses Hainburg durch das Land Niederösterreich ein Verhandlungsteam zu nominieren, welchem nachstehende Personen angehören:
Bgm. Raimund Holcik, STR. Hermann Uhlig, STR. Thomas Häringer und STR. Otto Herzig.
Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
Auf Betreiben des Bürgermeisters kam es zu einer Neuorganisation der Wirkungskreise der Ausschüsse. Erste Auswirkung - von den Ausschüssen werden nun die Anträge an das zuständige Gremium (Gemeinderat oder Stadtrat) fix und fertig formuliert. Die Verantwortlichkeiten werden klar getrennt und zugeordnet. So werden die Handlungsfreiheit der Ausschussvorsitzenden erhöht und die Abläufe verbessert.
Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
Neufestsetzung der Badegebühren - Zusatzantrag des Bürgermeisters für Behinderte
Mit der heurigen Badesaison wurden die Badegebühren angehoben. Die letzte Erhöhung fand 1993 statt. Das Thema wurde intensiv im Finanzausschuss behandelt und für die Beschlussfassung vorbereitet. Dabei war man bestrebt, die Preise in einem erträglichen Rahmen zu erhöhen. Saisonkarten und Familienkarten wurden in einem geringerem Ausmaß als Einzelkarten erhöht. Durch einen Zusatzantrag des Bürgermeisters wurde auch auf unsere behinderten Mitmenschen bedacht genommen. Für Personen mit einem Behindertenausweis, in dem eine Behinderung von 50 % oder mehr eingetragen ist, gilt der gleiche Tarif wie für Senioren, Lehrlinge, Studenten, Schüler und Grundwehrdiener. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
Projekt Fernheizwärme:
Zur Versorgung des Krankenhauses wird derzeit von einer Gruppe von Waldbesitzern ein Fernheizwerkprojekt überlegt. Die Stadtgemeinde steht diesem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber. Ein Angebot der EVN liegt ebenfalls vor. Nach Prüfung der Angebote und umfassender Information der BürgerInnen soll noch dieses Jahr eine Entscheidung fallen.
Anfragen an den Bürgermeister:
Nachdem der Tagesordnungspunkt Anfragen an den Bürgermeister unter Franz Hirschl von einigen Mitgliedern des Gemeinderates für „Sinnlosfragen“ missbraucht worden ist, wurde er wieder abgesetzt. Nach klärenden Gesprächen mit den einzelnen Fraktionen wurde dieser Punkt vom Bürgermeister wieder auf die Tagesordnung gesetzt.
Im Zuge der Berichterstattung der KRONENZEITUNG zum Projekt Nationalpark-Besucherzentrum wurde des öfteren Bürgermeister Raimund Holcik zitiert. Tatsache ist, dass bis heute kein einziger Redakteur mit mir in Verbindung getreten ist. Ich distanziere mich mit aller Deutlichkeit von allen Zitaten, welche in der Kronen-Zeitung abgedruckt wurden. Speziell das Zitat, dass das Gebäude der Stromaufsicht als möglicher Standort infrage käme, wurde von mir niemals gemacht. Die Stadtgemeinde kann nicht über Grundstücke, die sich nicht in ihrem Besitz befinden, verfügen. Als Bürgermeister ist es für mich selbstverständlich, dass ich mich weiterhin für den Standort in Hainburg einsetzen werde.
Ihr Bürgermeister Raimund Holcik
Elisabeth „Sissy“ Strasser als GR angelobt
Bedingt durch das Ausscheiden von Franz Hirschl aus dem Bürgermeisteramt und aus dem Gemeinderat, rückte Elisabeth Strasser für die SPÖ in den Hainburger Gemeinderat nach.
Elisabeth Strasser, vielen als engagierte und hilfsbereite Hainburgerin bekannt, ist im Sozial- und im Hauptschulausschuss tätig.
Wir wünschen Ihr für Ihre Tätigkeit viel Erfolg.